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Das richtige Verhalten der Sektkorken beim Abfüllen und beim späteren Entkorken hängt eng mit einer Reihe physikalischer Parameter des Korks zusammen, sowie mit der strengen Einhaltung des Herstellungsprozesses, der Endbehandlung und den hygienischen Umständen. Diese Parameter müssen den Anforderungen entsprechen, die zunächst einmal bekannt sein und ermittelt werden sollten, ehe die Parameter je nach späterer Verwendung des Produktes festgelegt werden. Diese Studie vergleicht das physikalische Verhalten der Korken der 14 wichtigsten Hersteller auf dem Markt (darunter befinden sich sowohl Korken, die in individuellen Formen als auch solche, die im Strangpressverfahren hergestellt werden), zum Zweck der Verbesserung und Optimierung der Korkeigenschaften vom Eintritt in die Korkmaschine an bis zum Augenblick des Entkorkens. Diese Arbeit wurde dank der Hilfe und Mitarbeit vieler spanischer und französischer Sektkellereien ermöglicht. Diese Studie hat nicht das Ziel, eine
qualitative Rangfolge zwischen den verschiedenen Herstellern
festzulegen, sondern einige Parameter bekanntzugeben, die bisher
nicht bekannt waren, und auf diese Weise feststellen zu können,
welche Position unser Produkt unter den Korken der wichtigsten
Hersteller einnimmt. MATERIAL UND METHODE Es wurden Korken verschiedener Herkunft
ausgewählt, in gleich große Chargen zu 20 Stück
mit vergleichbaren Charakteristiken klassifiziert und bei gleichem
Feuchtigkeitsgrad verpackt. Die Chargen wurden anonym und nach
dem Zufallsprinzip von 1 bis 14 nummeriert. Die verwendeten Methoden werden jeweils
in den folgenden Abschnitten beschrieben. Grafik
Nr.1.
1. KOMPRESSIONSDRUCK Dieser Parameter steht in Verbindung
mit der Herkunft und Qualität des Rohstoffs, sowie der Prozesskontrolle
bei der Herstellung des Presskorks. Dieser Kompressionswert beschreibt den Druck, den die Klemmen der Flaschenfüllmaschine ausüben und gibt uns den Schwierigkeitsgrad der Operation an. Daran lässt sich auch die Abnutzung ablesen, der die Maschine ausgesetzt ist. Für jeden Korken erhalten wir
einen Wert in DcN (*) für diesen Kraftaufwand, durch Registrieren
des Integrals vom Beginn der Kompression bis zum Erhalten des
Enddurchmessers, was der Phase vor dem Einführen in das
Flascheninnere entspricht. Für dieses Integral werden über
30 Punkte in dem Zeitintervall registriert, das für die
Kompression erforderlich ist. Diese Punkte werden auf Papier
aufgezeichnet, wie die Kurve A in Grafik Nr. 1 zeigt. Grafik Nr.2, Kompressionsdruck (DcN) Die in dieser Grafik aufgeführten Werte entsprechen den Mittelwerten für jede der geprüften Serien. Alle angezeigten Elemente gelten für Korken von 48,0 x 31,0 mm, auf der gleichen Basis von 9,00 g Gewicht und 5,0% Feuchtigkeit des Presskorks. Die bac-Korken von E. Trachsler S.A. sind diejenigen, für die der niedrigste Kompressionsdruck erforderlich ist. Im Vergleich zur Arbeitsweise einer
Fließbandabfüllung (industrieller Prozess) haben wir
den Prozess der Kompression des Korkens verlangsamt, so dass
wir ausführlichere und detailliertere Kurven erhalten und
so die signifikanten Unterschiede aufzeigen können, die
zwischen den verschiedenen Korken bestehen, die jedoch bei industrieller
Geschwindigkeit aufgrund der raschen Abfolge in den Maschinen
nicht feststellbar sind. 2. EINFÜHRDRUCK Dieser Faktor hängt zum Teil von der Qualität des Presskorks, vor allem aber von der Oberflächenbehandlung der Korken ab. Aus den erhaltenen Werten kann man beurteilen, ob die Behandlung gleichmäßig erfolgte, wodurch sich auf die Qualität einer Behandlung schließen lässt. Dies ermöglicht auch korrekte Schlussfolgerungen beim Vergleich verschiedener Behandlungsmethoden bezüglich Gleichmäßigkeit der Behandlung und Gleitfähigkeit. Dieser Parameter ist sehr wichtig, damit eine korrekte und regelmäßige Verkorkungstiefe erzielt wird, die das kontrollierte und sichere Entkorken garantiert. Eine unterschiedliche Verkorkungstiefe führt zu Problemen wie unkontrolliertem Entkorken, Druckverlust oder sogar Flüssigkeitsverlust bei ungenügender Verkorkungstiefe, oder zu hohen Entkorkungsaufwand bei zu großer Verkorkungstiefe, was in extremen Fällen sogar zum Abreißen des Korkens beim Öffnen führen kann. Die Grafik für den erforderlichen
Aufwand beim Entkorken jeder Flasche wird mit 30 Ablesepunkten
während des Prozesses registriert. Grafik Nr.3, Einführdruck (DcN) Für bac-Korken von E. Trachsler S.A. ist im Vergleich zu den übrigen Korken ein deutlich geringerer Einführdruck erforderlich.
3. DRUCKFESTIGKEIT Auf einer Prüfbank wurden die verkorkten Flaschen ohne Agraffe einer schrittweisen Erhöhung des Innendrucks ausgesetzt, bis die zum Austrieb des Korkens erforderlichen Werte erreicht waren. Wir halten das Intervall von 6,5 - 8,5 bar für das geeignetste, um einen optimalen "stick-slip"-Faktor zu erzielen. Werte darunter führen zu einem unkontrollierten Austreten des Korkens, während höhere Werte einen zu großen Kraftaufwand beim Entkorken erfordern. Die Ergebnisse werden in Grafik Nr. 4 gezeigt, wobei anzumerken ist, dass sich 80% der geprüften Serien innerhalb des korrekten Intervalls befanden und der Rest unterhalb der Untergrenze. Hier wird uns der "stick-slip"-Faktor angezeigt, das heißt, der Kompromiss zwischen der Gleitfähigkeit und der Rückhaltefähigkeit, so dass sichergestellt wird, dass der Korken in der Flasche bleibt, wenn der Endverbraucher die Agraffe entfernt. Für ein normales Entkorken darf nur eine Viertelumdrehung erforderlich sein. Auf einer weiteren Prüfbank wurde
ein Dichtigkeitstest mit Flaschen durchgeführt. Bei diesen
wurde die Agraffe nicht entfernt. Sie wurden in Wasser untergetaucht
und der Innendruck allmählich auf 15 bar erhöht, so
dass die Höchstbeanspruchung, der eine Champagnerflasche
ausgesetzt werden kann, damit überschritten sein dürfte
(Grafik Nr. 5).
4. EXTRAKTIONSAUFWAND FÜR DIE KORKEN Dieser Parameter wurde mit einem speziellen Messgerät gemessen und gibt die Haftung des Korkens am Flaschenhals an, sowie den erforderlichen Kraftaufwand zum Lösen des Korkens. Die Werte werden allgemein als akzeptabel betrachtet, wen sie sich zwischen 2 und 3 Nm befinden. Dieser Wert hängt hauptsächlich von der Gleitfähigkeit ab, die die Endbehandlung verleiht und kann im Fall der bac-Korken an die Anforderungen der einzelnen Kunden angepasst werden. Falls der Kunde keine konkreten Anweisungen zu diesem Punkt erteilt, legt E. Trachsler als Standardwert für diesen Parameter 2,5 bis 3,0 Nm fest. Bei 85% der geprüften Korken wurden
Werte zwischen 2 und 3 Nm festgestellt; die Restlichen befanden
sich mit höheren Werten außerhalb dieses Intervalls. 5. VERKORKUNGSTIEFE Für die Durchführung dieses Tests stützten wir uns auf die Theorie, dass sich im Inneren des Flaschenhalses das gleiche Volumen Presskorken wie natürlicher Korken befinden muss, damit ein ideales Verhalten der Korken erzielt werden kann. Infolgedessen ist eine Tiefe von 23 mm +/- 1 mm am geeignetsten. Die Korrektheit und Gleichmäßigkeit dieses Faktors hat, wie andere Faktoren, Auswirkungen auf das Verhalten, das vom Korken im Augenblick des Entkorkens erwartet wird. Die Folgen ungenügender oder zu
großer Verkorkungstiefen führen zu einer Reihe von
Problemen, die bereits in Abschnitt 2 (Einführdruck) beschrieben
wurden. Grafik Nr.6, Verkorkungstiefe (mm) Grafik Nr.7, Abweichung der Verkorkungstiefe (mm) Unter den 14 geprüften Serien erreichten lediglich die bac-Korken von E. Trachsler in 100% der Fälle die theoretische Tiefe von 23,0 mm Verkorkung, ohne jede Abweichung (0,0 mm). Die Verkorkungsmaschine wurde für eine Verkorkungstiefe von 23,0 mm kalibriert.
SCHLUSSFOLGERUNGEN Als Schlussfolgerung aus diesen Ergebnissen lässt sich sagen, dass eine Reihe von Faktoren von großer Bedeutung vorliegen, die sich direkt auf das Verhalten des Korkens auswirken, wie: DIE QUALITÄT DES ROHSTOFFS
(Granulat und Scheiben): E. Trachsler ist sich der Bedeutung
der obigen Argumente bewusst und behandelt seine Scheiben zusätzlich
mit einem spezifischen und kompletten Waschgang, dessen Wirksamkeit
zur Reduzierung der organoleptischen Veränderungen der Weine
restlos bestätigt ist. DIE KONTROLLE DES PRESSPROZESSES
UND DES POLYMERISATIONSGRADES: DAS GEWICHT DER KORKEN: FEUCHTIGKEIT DER KORKEN: ENDBEHANDLUNG: Nach der Untersuchung all dieser Aspekte
können wir zusammenfassend versichern, dass nicht das Herstellungssystem
des Presskorks (Strangpressen oder individuelle Form) einen Einfluss
auf das Verhalten der fertigen Korken hat, sondern die Art und
Weise, wie das System angewendet wird. Es wurde klar belegt,
dass ein Verschluss, der aus stranggepresstem Presskork hergestellt
wurde, die Qualität von Korken, die mit der Technik der
Einzelformen hergestellt wurden, weit übertreffen kann. Bis zum heutigen Tag gibt es keine geeignete Alternative zu bac-Korken. (*) Spezifisches Gewicht im Innern der Flasche = spezifisches Gewicht der Korkmasse (Presskork + Scheiben), die ins Innere der Flasche eingeführt wird, multipliziert mit einem Korrekturfaktor. |
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